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Ratgeber

Richtig kühlen, einfrieren und auftauen

Welches Fach im Kühlschrank für was? Was gehört ins Gefriergerät und was nicht? Wie taut man sicher auf – und wie das Gefriergerät ab? Hier finden Sie das Wichtigste, zusammengetragen aus den Empfehlungen von Bundesinstitut für Risikobewertung, Bundeszentrum für Ernährung und Verbraucherzentralen.

Stehen auf der Packung Angaben zu Lagerung und Haltbarkeit, gelten diese vor den allgemeinen Tipps und Richtwerten.

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Den Kühlschrank richtig einräumen

Im Kühlschrank ist es nicht überall gleich kalt. Wer die Zonen kennt, hält Lebensmittel länger frisch und sicher.

Obere Fächer ca. 5–8 °C
Käse, zubereitete Speisen und Reste in geschlossenen Dosen
Mittlere Fächer ca. 5–7 °C
Milch, Joghurt, Quark, Käse, Wurst, Eier
Glasplatte über dem Gemüsefach ca. 0–4 °C · am kältesten
Rohes Fleisch, Geflügel, Fisch, Hackfleisch (nur kurz), Feinkostsalate, angebrochene Gläser
Gemüsefach ca. 6–10 °C
Obst und Gemüse, das in den Kühlschrank gehört, Salat, Beeren
Tür ca. 10–12 °C · am wärmsten
Butter, Margarine, angebrochene Getränke und Säfte, Soßen, Dressings, Marmelade, Tuben
Richtwerte – je nach Gerät verschieden. Die Bedienungsanleitung nennt die Zonen Ihres Modells. Gibt es ein 0-Grad-Fach (höchstens ca. 2 °C), gehören Fisch, frisches Fleisch und Hackfleisch dorthin.
  1. Stellen Sie höchstens 7 °C ein, besser unter 5 °C.

    Kälte bremst die meisten Bakterien, stoppt aber nicht alle; Listerien etwa wachsen auch unter 5 °C. Prüfen Sie mit einem Kühlschrankthermometer an mehreren Stellen, ob der Wert überall stimmt – auch oben.

  2. Rohes Fleisch, Geflügel und Fisch gehören nach ganz unten.

    Auf der Glasplatte über dem Gemüsefach ist es am kältesten, und von dort kann kein Fleischsaft auf andere Lebensmittel tropfen. Legen Sie Fleisch abgedeckt auf einen Teller oder in eine Dose.

  3. Lagern Sie Hackfleisch nur kurz.

    Lose gekauftes Hackfleisch essen Sie am besten am selben Tag innerhalb von 6–8 Stunden, abgepacktes bis zum Verbrauchsdatum. Können Sie die Temperatur auf der Packung (oft höchstens 2 °C) nicht einhalten, verbrauchen Sie es noch am Einkaufstag.

  4. Eier gehören in den Innenraum, nicht in die Tür.

    In der Mitte ist es kälter als im Eierfach der Tür, und rohe Eier sollten bei höchstens 7 °C lagern.

  5. Lagern Sie alles abgedeckt oder in geschlossenen Dosen.

    So wandern keine Keime von einem Lebensmittel zum anderen, nichts trocknet aus, und Gerüche bleiben, wo sie sind. Stellen Sie Rohes nie neben Gekochtes.

  6. Halten Sie Obst und Gemüse von Fleisch und Eiern getrennt.

    Ihr Platz ist das Gemüsefach, das durch die Glasplatte vom übrigen Innenraum abgetrennt ist.

  7. Füllen Sie den Kühlschrank nicht zu voll.

    Die kalte Luft muss zwischen den Lebensmitteln zirkulieren können. Ein überfüllter Kühlschrank wird wärmer.

  8. Öffnen Sie die Tür nur kurz.

    Jedes Öffnen lässt warme Luft hinein. Nach dem Großeinkauf räumen Sie am besten alles auf einmal ein.

  9. Räumen Sie Einkäufe sofort ein.

    Kaufen Sie Gekühltes und Tiefgekühltes zuletzt und bringen Sie es in einer Kühltasche nach Hause. Waschen Sie vor dem Einräumen die Hände.

  10. Stellen Sie Älteres nach vorn und Neues nach hinten.

    Sehen Sie mindestens einmal pro Woche nach, was bald abläuft oder verdorben ist.

Quellen (11)

Was nicht in den Kühlschrank gehört

Kälte tut nicht allem gut: Manches verliert im Kühlschrank Geschmack, wird fleckig oder trocknet aus.

  1. Lagern Sie kälteempfindliches Gemüse bei Zimmertemperatur.

    Auberginen, Gurken, Paprika, Tomaten und Zucchini halten sich an einem kühlen Ort außerhalb des Kühlschranks besser. Tomaten verlieren in der Kälte schneller Geschmack und mögen 12–16 °C.

  2. Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch lagern Sie kühl, dunkel und trocken.

    Halten Sie Kartoffeln und Zwiebeln getrennt, denn Zwiebeln lassen Kartoffeln schneller keimen und faulen. Nehmen Sie Kartoffeln aus der Plastiktüte.

  3. Südfrüchte gehören nicht hinein.

    Bananen, Mangos, Ananas, Papayas und Zitrusfrüchte lagern besser bei Zimmertemperatur. Ausnahmen sind Kiwis und Feigen.

  4. Ganze Melonen lagern draußen, angeschnittene im Kühlschrank.

    Aufgeschnittenes Obst, vor allem Melone, und geschnittener Salat verderben schnell. Bewahren Sie beides bis zum Essen im Kühlschrank auf, am besten in einer eigenen Dose.

  5. Lassen Sie nachreifendes Obst erst im Zimmer reifen.

    Avocados, Birnen, Kiwis, Nektarinen, Pfirsiche und Pflaumen kommen erst reif in den Kühlschrank. Weil sie das Reifegas Ethylen abgeben, lagern Sie sie getrennt von anderem Obst und Gemüse.

  6. Basilikum und Ingwer brauchen keine Kühlung.

    Basilikum stellen Sie am besten ins Wasserglas.

  7. Brot gehört nicht in den Kühlschrank.

    Dort trocknet es aus und wird altbacken. Besser sind Brotkasten, Tontopf oder Bäckertüte; nur bei sehr schwülem Wetter ist der Kühlschrank die Ausnahme. Alternativ frieren Sie Brot in Scheiben ein.

  8. Ungeöffnete Konserven und Trockenwaren kommen in den Vorratsschrank.

    Mehl, Reis, Nudeln und Konserven lagern trocken bei Zimmertemperatur (15–20 °C). Den Inhalt geöffneter Konserven füllen Sie dagegen in eine Dose um, kühlen ihn und essen ihn bald.

  9. Stellen Sie Heißes nicht heiß hinein – aber lassen Sie es auch nicht stundenlang stehen.

    Kühlen Sie Gekochtes zügig ab, am besten in flachen Dosen, und stellen Sie es dann in den Kühlschrank (siehe „Reste und Vorratsdosen“).

  10. Bei großer Hitze dürfen Sie Ausnahmen machen.

    Ist es in der Wohnung sehr warm, können auch empfindliches Obst und Gemüse vorübergehend in den Kühlschrank oder einen kühlen Keller. Kaufen Sie dann nur Mengen, die Sie bald verbrauchen.

Quellen (11)

Richtig einfrieren und verpacken

Eingefroren halten Lebensmittel monatelang – wenn Temperatur, Verpackung und Portion stimmen.

  1. Frieren Sie bei −18 °C oder kälter ein – und im richtigen Fach.

    Ein-Stern-Fächer (−6 °C) und Zwei-Sterne-Fächer (−12 °C) eignen sich nur zum kurzen Zwischenlagern. Drei Sterne reichen zum Lagern von Gefrorenem. Frisch einfrieren können Sie nur im Vier-Sterne-Fach, im Gefrierschrank oder in der Truhe.

  2. Frieren Sie frisch ein, nicht erst kurz vor Ablauf.

    Je frischer ein Lebensmittel ist, desto länger hält es eingefroren. Ware mit Verbrauchs- oder Mindesthaltbarkeitsdatum frieren Sie vor dessen Ablauf ein, Hackfleisch nur ganz frisch.

  3. Verwenden Sie nur gefriergeeignete Dosen und Beutel.

    Achten Sie auf das Schneeflocken-Symbol. Joghurtbecher, Margarine- und Eisdosen sowie Fleischschalen aus der Kühltheke sind dafür nicht gemacht. Alufolie eignet sich nicht für salzige oder saure Speisen.

  4. Lassen Sie möglichst wenig Luft an das Gefriergut.

    Luft führt zu Gefrierbrand: trockenen, grau-weißen Stellen, die meist unbedenklich sind, aber Geschmack und Aussehen verderben. Schließen Sie Deckel dicht und drücken Sie Beutel vor dem Verschließen aus.

  5. Füllen Sie die Dose nicht randvoll.

    Suppen, Soßen und andere wasserreiche Speisen dehnen sich beim Gefrieren aus. Lassen Sie etwa 2 cm frei, bei sehr wasserreichen Speisen bis zu einem Viertel der Dose. Bei Gläsern legen Sie den Deckel erst lose auf und schließen ihn, wenn der Inhalt durchgefroren ist.

  6. Frieren Sie portionsweise und flach ein.

    Kleine, flache Portionen frieren schneller durch, verlieren weniger Qualität und tauen schneller auf. Für eine Mahlzeit reichen meist 200–250 g pro Person.

  7. Kühlen Sie Gekochtes erst ab.

    Lassen Sie es zügig abkühlen und im Kühlschrank herunterkühlen, bevor es ins Gefriergerät kommt. So friert es schneller durch, und das übrige Gefriergut erwärmt sich nicht.

  8. Frieren Sie nicht zu viel auf einmal ein.

    Halten Sie sich an das Gefriervermögen aus der Bedienungsanleitung; für größere Mengen gibt es bei vielen Geräten eine Schnellgefrierfunktion. Legen Sie Neues nicht direkt auf bereits Gefrorenes, damit das nicht antaut.

  9. Halten Sie Inhalt, Menge und Einfrierdatum fest.

    Ohne Datum weiß später niemand, wie lange etwas schon im Gefriergerät liegt. Das QR-Etikett macht jede Dose eindeutig; Inhalt und Einfrierdatum tragen Sie beim Scannen in dosenregal ein. So sehen Sie auch, was bald aufgebraucht werden sollte.

  10. Bereiten Sie Obst und Gemüse vor.

    Waschen und putzen Sie es. Gemüse blanchieren Sie einige Minuten in kochendem Wasser und schrecken es in Eiswasser ab; so bleiben Farbe und Vitamine besser erhalten. Beeren frieren Sie nebeneinander auf einem Tablett vor, dann kleben sie nicht zusammen.

Quellen (11)

Was sich schlecht einfrieren lässt

Fast alles lässt sich einfrieren – aber manches kommt matschig, flockig oder wässrig wieder heraus.

  1. Frieren Sie Blattsalat, Radieschen und Rettich nicht ein.

    Sie fallen zusammen und werden nicht wieder knackig.

  2. Rohe Gurken und Tomaten, Trauben und Melonen eignen sich nicht.

    Sie enthalten viel Wasser und sind nach dem Auftauen matschig. Tomaten frieren Sie besser verarbeitet ein, zum Beispiel als Soße.

  3. Rohe Kartoffeln nicht, gegarte schon.

    Roh werden sie süß und matschig. Als Püree oder Suppe lassen sie sich gut einfrieren.

  4. Joghurt, saure Sahne, Schmand und Dickmilch flocken aus.

    Nach dem Auftauen sind sie grießig oder wässrig und taugen allenfalls noch zum Kochen oder für Smoothies.

  5. Frisch- und Weichkäse gehören nicht ins Gefriergerät.

    Sie flocken und verlieren ihre Konsistenz. Hartkäse wird durch das Einfrieren bröckelig und eignet sich danach vor allem zum Kochen und Überbacken.

  6. Frieren Sie Eier nicht in der Schale ein.

    Rohe Eier platzen, gekochte werden gummiartig und zäh.

  7. Gelatinespeisen, Cremes und Sahnetorten werden wässrig.

    Genießen Sie sie lieber frisch.

  8. Frieren Sie Nudeln und Kartoffeln nicht in der Suppe mit ein.

    Die Einlagen werden beim Aufwärmen matschig. Frieren Sie sie getrennt ein oder geben Sie sie frisch dazu.

  9. Würzen Sie nach dem Auftauen nach.

    Manche Gewürze werden beim Einfrieren kräftiger (etwa Basilikum, Dill), andere schwächer (etwa Majoran, Pfeffer).

  10. Fett verkürzt die Lagerdauer.

    Auch im Gefriergerät wird Fett mit der Zeit ranzig. Mageres und Rohes hält sich länger als Fettes und Gegartes.

Quellen (6)

Sicher auftauen und wieder einfrieren

Kälte tötet Keime nicht, sie legt sie nur auf Eis. Beim Auftauen kommt es deshalb auf Temperatur und Sauberkeit an.

  1. Tauen Sie im Kühlschrank auf.

    Bei Zimmertemperatur vermehren sich Keime an der Oberfläche, während der Kern noch gefroren ist. Planen Sie genug Zeit ein, oft eine Nacht oder etwa 12 Stunden.

  2. Tauen Sie Fleisch, Geflügel und Fisch nie bei Zimmertemperatur oder im warmen Wasserbad auf.

    Sicher sind der Kühlschrank oder die Mikrowelle. Was Sie in der Mikrowelle aufgetaut haben, verarbeiten Sie sofort weiter.

  3. Nehmen Sie das Gefriergut aus der Verpackung und legen Sie es abgedeckt in eine Schüssel.

    Am besten legen Sie es auf ein Sieb über einer Schale, damit es nicht im Tauwasser liegt und nichts auf andere Lebensmittel tropft. Tauen Sie nichts in Papierverpackung auf.

  4. Gießen Sie das Tauwasser weg und reinigen Sie danach alles gründlich.

    Im Tauwasser von Fleisch und Geflügel sammeln sich Keime. Waschen Sie Schüssel, Arbeitsflächen und Hände sofort.

  5. Tauen Sie rohes Fleisch vor dem Garen ganz auf.

    Nur so wird es auch in dicken Stücken und am Knochen heiß genug. Steht auf der Packung etwas anderes, gilt die Packung.

  6. Verbrauchen Sie Aufgetautes zügig.

    Verarbeiten Sie aufgetaute Lebensmittel direkt weiter. Aufgetaute Fertiggerichte erhitzen und essen Sie gleich.

  7. Garen Sie Gemüse gefroren.

    Gemüse muss nicht auftauen, es kann direkt in Topf, Pfanne oder Auflauf. Obst taut schonend im Kühlschrank auf einem Sieb auf.

  8. Erhitzen Sie Tiefkühlbeeren und Tiefkühlgemüse.

    Beide haben schon Lebensmittelinfektionen ausgelöst. Wer sich schützen will, erhitzt sie vor dem Essen vollständig; Tiefkühlgemüse sollte nie roh gegessen werden.

  9. Frieren Sie Rohes vom Tier nicht roh wieder ein.

    Aufgetautes rohes Fleisch, Geflügel, Hackfleisch und Fisch garen Sie zuerst vollständig; nach dem Abkühlen können Sie das Gericht einfrieren. Brot, Obst und Gemüse dürfen Sie wieder einfrieren, wenn sie einwandfrei sind – mit Einbußen bei Geschmack und Konsistenz. Aufgetautes Speiseeis werfen Sie weg.

  10. Lassen Sie bei Stromausfall die Tür zu.

    Ein gut gefülltes Gefriergerät hält viele Stunden kalt, wenn es nicht geöffnet wird. Ist etwas angetaut, verbrauchen Sie Gegartes und rohes Pflanzliches rasch; rohes Tierisches erhitzen Sie vorher vollständig.

Quellen (9)

Reste und Vorratsdosen

Auf Vorrat Gekochtes spart Zeit. Sicher bleibt es, wenn es schnell kalt wird und nicht zu lange steht.

  1. Kühlen Sie Gekochtes schnell ab.

    Es sollte innerhalb weniger Stunden unter 7 °C kommen, denn zwischen etwa 10 und 60 °C vermehren sich Bakterien am schnellsten. Lassen Sie Speisen nicht stundenlang bei Zimmertemperatur stehen.

  2. Verteilen Sie große Mengen auf mehrere flache Dosen.

    In flachen Portionen kühlt Essen viel schneller ab als im großen Topf.

  3. Stellen Sie Reste verschlossen in den Kühlschrank.

    So gelangen keine Keime hinein, und nichts nimmt fremde Gerüche an.

  4. Essen Sie Reste innerhalb von 1–2 Tagen.

    Selbst Gekochtes hält sich gut verpackt etwa zwei Tage im Kühlschrank; länger als drei Tage sollten Reste nicht stehen. Schaffen Sie es nicht, frieren Sie sie rechtzeitig ein.

  5. Gehen Sie mit Reis und Nudeln besonders sorgfältig um.

    In gekochtem Reis und in Nudeln können Sporen überleben, auskeimen und Giftstoffe bilden, die beim Aufwärmen nicht zerstört werden. Kühlen Sie beides deshalb schnell ab, stellen Sie es in den Kühlschrank und essen Sie es bald.

  6. Erhitzen Sie Reste beim Aufwärmen durch und durch.

    Das heißt: mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Rühren Sie in der Mikrowelle zwischendurch um, damit die Wärme sich verteilt.

  7. Füllen Sie geöffnete Konserven um.

    Reste aus der Dose kommen in eine verschließbare Vorratsdose, in den Kühlschrank und werden zügig gegessen.

  8. Spülen Sie Vorratsdosen gründlich.

    Das gilt besonders, wenn rohes Fleisch darin war. Spülen Sie mit heißem Wasser und Spülmittel oder in der Spülmaschine bei mindestens 60 °C.

  9. Denken Sie beim Einfrieren an den Rand.

    Füllen Sie die Dose nicht randvoll (etwa 2 cm frei lassen), verschließen Sie den Deckel dicht und halten Sie Inhalt und Datum fest.

Quellen (10)

Das Gefriergerät abtauen

Eis im Gefriergerät kostet Strom und Platz – und das Abtauen ist einfacher als gedacht.

  1. Tauen Sie ab, sobald sich eine Eisschicht bildet.

    Etwas Reif ist normal. Spätestens bei etwa 1 cm Eis wird es Zeit; bei Geräten ohne Abtauautomatik meist ein- bis zweimal im Jahr.

  2. Eis kostet Strom.

    Schon 1 cm Eis kann den Stromverbrauch um 10–15 % erhöhen.

  3. Wählen Sie den Zeitpunkt klug.

    Ideal ist Frostwetter: Dann kann das Gefriergut gut verpackt und geschützt vorübergehend auf Balkon oder Terrasse. Noch einfacher wird es, wenn Sie den Vorrat vorher weitgehend aufbrauchen – ein Blick in dosenregal zeigt, was noch drin ist.

  4. Halten Sie das Gefriergut kalt.

    Ohne Frost packen Sie es dicht an dicht in Kühlboxen oder Kühltaschen mit Kühlakkus und decken es ab – oder Sie fragen Nachbarn nach Platz im Gefriergerät.

  5. So gehen Sie vor:

    Beachten Sie dabei die Bedienungsanleitung Ihres Geräts.

    1. Legen Sie Handtücher, Lappen und Schüsseln für das Tauwasser bereit.
    2. Schalten Sie das Gerät aus oder ziehen Sie den Stecker.
    3. Nehmen Sie Gefriergut, Schubladen und Kühlakkus heraus.
    4. Lassen Sie die Tür offen und das Eis tauen – das kann einige Stunden dauern.
    5. Schneller geht es mit Schüsseln voll heißem, nicht kochendem Wasser im Gerät (mit Untersetzer). Tauschen Sie das Wasser aus, wenn es abgekühlt ist.
    6. Wischen Sie das Tauwasser auf und den Innenraum mit warmem Wasser und etwas Spülmittel oder Essigwasser aus.
    7. Reiben Sie alles gut trocken, denn Restfeuchte wird schnell wieder zu Eis.
    8. Schalten Sie das Gerät wieder ein und räumen Sie das Gefriergut zurück.
  6. Keine Messer, keine Gewalt.

    Schlagen Sie Eis nie mit spitzen oder metallischen Gegenständen ab – das kann Innenwand oder Kühlkreislauf dauerhaft beschädigen. Lose Stücke lösen Sie höchstens mit einem Schaber aus Kunststoff oder Holz.

  7. Vorsicht mit Elektrogeräten.

    Ein Föhn am tropfenden Gerät birgt Kurzschlussgefahr. Auf Abtausprays verzichten Sie besser.

  8. Machen Sie beim Einräumen gleich Inventur.

    Prüfen Sie, was schon lange eingefroren ist, und reservieren Sie ein Fach für „bald aufbrauchen“. Legen Sie Neues nach hinten und Älteres nach vorn.

  9. Beugen Sie neuem Eis vor.

    Verpacken Sie Lebensmittel gut, denn ihre Feuchtigkeit wird im Gerät zu Eis. Öffnen Sie Tür oder Deckel nur kurz. Die Dichtung testen Sie so: Legen Sie eine eingeschaltete Taschenlampe hinein und dunkeln Sie den Raum ab. Dringt Licht nach außen, ist die Dichtung undicht.

  10. Stellen Sie das Gerät kühl auf.

    Nicht neben Herd, Spülmaschine oder Heizung und nicht in die Sonne; ein kühler Keller spart deutlich Strom. −18 °C im Gerät reichen aus.

Quellen (10)

Mindesthaltbarkeit, Verbrauchsdatum und die Sinnesprüfung

Das eine Datum ist ein Qualitätsversprechen, das andere eine Sicherheitsgrenze.

  1. „Mindestens haltbar bis“ ist kein Wegwerfdatum.

    Bis zu diesem Tag garantiert der Hersteller Geschmack, Geruch, Farbe und Konsistenz, solange die Packung ungeöffnet ist und richtig gelagert wurde. Danach ist vieles noch gut.

  2. „Zu verbrauchen bis“ ist eine feste Grenze.

    Sehr leicht Verderbliches wie Hackfleisch, frisches Geflügel, roher Fisch oder vorgeschnittener Salat trägt ein Verbrauchsdatum. Danach essen Sie es nicht mehr – auch nicht durchgebraten.

  3. Prüfen Sie nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum mit Augen, Nase und Zunge.

    Sieht das Lebensmittel aus wie immer, oder zeigt es Flecken, Schimmel oder schmierige Stellen? Riecht es muffig, ranzig, faulig oder gärig? Schmeckt es sauer, bitter oder anders als sonst? Besteht es den Test nicht, werfen Sie es weg.

  4. Bei Verbrauchsdatum und leicht Verderblichem hilft kein Sinnestest.

    Krankmachende Keime kann man weder sehen noch riechen noch schmecken.

  5. Nach dem Öffnen gilt das Datum nicht mehr.

    Mit dem Öffnen kommen Luft und Keime an das Lebensmittel. Bewahren Sie Geöffnetes gekühlt auf und verbrauchen Sie es zügig; manche Packungen nennen eine Frist nach dem Öffnen.

  6. Entsorgen Sie Schimmeliges im Zweifel ganz.

    Zeigt Brot Schimmel, werfen Sie den ganzen Laib weg, denn das Pilzgeflecht breitet sich unsichtbar aus. Sichtbarer Schimmel heißt generell wegwerfen; die Ausnahme ist Edelschimmel bei Käse und Wurst.

  7. Essen Sie nichts aus gewölbten oder undichten Verpackungen.

    Konserven mit nach außen gewölbtem Deckel oder Boden können Krankheitserreger und Giftstoffe enthalten. Dasselbe gilt für aufgeblähte Packungen und Gläser, die nicht mehr luftdicht verschlossen sind.

  8. Bei Tiefkühlware zählen −18 °C und das Einfrierdatum.

    Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf gekaufter Tiefkühlkost gilt für eine Lagerung bei mindestens −18 °C. Selbst Eingefrorenes hat kein Datum auf der Packung – dafür gibt es das Einfrierdatum und die Richtwerte. Diese beschreiben die Qualität: Kälte verlangsamt den Verderb, stoppt ihn aber nicht ganz.

  9. Empfindliche Menschen sollten Lebensmittel früher verbrauchen.

    Schwangere, kleine Kinder, ältere und abwehrgeschwächte Menschen essen Lebensmittel am besten bald nach dem Einkauf und weit vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums.

Quellen (10)

Kühlschrank reinigen und Hygiene

Auch im Kühlschrank vermehren sich Keime, nur langsamer. Regelmäßiges Putzen hält sie klein.

  1. Reinigen Sie den Kühlschrank einmal im Monat gründlich.

    Räumen Sie aus, wischen Sie aus und sortieren Sie Verdorbenes aus – je mehr Menschen den Kühlschrank nutzen, desto öfter. Am günstigsten ist der Tag vor dem nächsten Großeinkauf.

  2. Ein mildes Putzmittel reicht.

    Nehmen Sie warmes Wasser mit etwas Spülmittel, Allzweckreiniger oder Essig, wischen Sie mit klarem Wasser nach und reiben Sie alles trocken. Desinfektionsmittel sind im Haushalt normalerweise unnötig, Scheuerschwämme beschädigen die Oberflächen.

  3. Wischen Sie Verschüttetes sofort weg.

    Entfernen Sie Schimmeliges und Verdorbenes gleich, bevor sich Keime und Sporen verteilen – am besten mit Küchenpapier, das Sie danach wegwerfen.

  4. Vergessen Sie Gemüsefach und Dichtung nicht.

    In Pflanzenresten vermehren sich Keime besonders gut; wischen Sie auch Kondenswasser regelmäßig aus. Reinigen Sie die Türdichtung mit, aber ohne Essigreiniger, der ihr schaden kann.

  5. Halten Sie die Griffe sauber.

    Über Hände, die rohes Fleisch angefasst haben, gelangen Keime auf Kühlschrankgriffe und von dort auf andere Speisen.

  6. Waschen Sie sich die Hände.

    Vor dem Einräumen und sofort nach dem Umgang mit rohem Fleisch, Geflügel, Fisch und Eiern: mit warmem Wasser und Seife, danach gut abtrocknen.

  7. Wechseln Sie Tücher und Lappen oft.

    Mindestens einmal pro Woche, gewaschen bei mindestens 60 °C; nach Gebrauch trocknen lassen. Schwämme sind weniger geeignet, weil sie langsam trocknen.

Quellen (9)

Was steht wie lange in welcher Dose?

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Allgemeine Hinweise für den Haushalt, zusammengestellt im September 2026 aus den bei jedem Thema genannten Quellen. Sie ersetzen nicht die Angaben auf der Verpackung.

Wie diese Seite entstanden ist: Die Texte hat eine KI (Claude von Anthropic) aus den verlinkten Veröffentlichungen von BfR, BZfE, Verbraucherzentralen und weiteren Stellen zusammengefasst. Wir haben sie anschließend geprüft; widersprechen sich Quellen, steht hier die vorsichtigere Angabe. Verantwortlich für den Inhalt ist die Hapke-Management Consulting KG. Fällt Ihnen ein Fehler auf, schreiben Sie uns über die Feedback-Fahne.